| Optimierung der Logistik von Unternehmen durch Integration eines modernen Schienengüterverkehrs
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Unter diesem Motto stand die erste Fachtagung Schienengüterverkehr Mitteldeutschland, welche der Gleisanschluss Mitteldeutschland am 25. Oktober 2006 veranstaltete. Die Verkehrsleistung der Schiene wächst gegenwärtig stärker als die der Straße, so dass der Anteil des Modal Split sich zugunsten der Schiene verändert. Nicht ganz im Trend liegt der Verkehr in Richtung Osteuropa, hier ist noch eine Stagnation im Schienengüterverkehr festzustellen. Holger Westphal sah die Ursache der Stagnation der Osteuropaverkehre in der Grenzöffnung und den niedrigen Lohnkosten der osteuropäischen LKW-Fahrer sowie Engpässen der Schiene an den Bahngrenzen. Bezüglich der Lohnkosten sei der Horizont erreicht, auch arbeite man an einer Bescheunigung der Grenzabfertigung, so dass der Osteuropaverkehr sich in absehbarer Zeit der Verkehrsträger Schiene stärker genutzt werde. Dr. Martin Henke sieht den Aufwärtstrend der Schiene im stärkeren Wettbewerb, der Tendenz zu modernen verkehrsträgerübergreifenden Logstikkonzepten und der weiteren Nutzung der im Schienengüterverkehr stärker als im Straßengüterverkehr vorhandenen Produktivitätsreserven, der Verlängerung der Transportwege sowie zu dem Trend einer Wegekostenanlastung auch bei der Straße. Der Wettbewerb auf der Schiene werde noch weiter zunehmen. Insbesondere ist mit dem Auftreten ausländischer Partner oder Wettbewerber im internationalen Schienengüterverkehr zu rechnen. Der Druck auf die „Altbahnen“ steige vor allem in staatsbahn-orientierten Staaten. Es werden zunehmend grenzüberschreitende Unternehmen und Netzwerke gebildet. Die EU-Ost-Erweiterung rückt Deutschland in eine zentrale Lage. Der größere Verkehrsmarkt wurde von Herrn Dr. Henke als Chance für Verkehrsunternehmen, aber auch als Risiko im Hinblick auf den Eintritt neuer Wettbewerber in den Schienenverkehrsmarkt gesehen. Für die Region Mitteldeutschland hob er die starke Bedeutung der Chemischen Industrie hervor. Traditionelles industrielles Aufkommen sei außer den Braunkohletransporten wenig vorhanden. Stark im kommen ist auch der Seehafenhinterlandverkehr, die Region ist mit Containershuttlen an die Häfen in Bremen und Hamburg, aber auch an die Westhäfen angeschlossen. Reinhard Alexander bestätigte den Containerboom aus Sicht der Bremischen Häfen. Waren es 1969 noch 109.782 TEU, so wuchs das Containeraufkommen in den bremischen Häfen auf 3.735.574 TEU an, 2006 werden 4.300.000 TEU erwartet. Gleichzeitig veränderte sich der Modal Split des Schienenverkehrs von 32,88 % im Jahr 2003 auf 38 % 2005. Die günstige Lage der Region innerhalb Europas, der starke Frachtflughafen mit guter Schienenanbindung, die freien Kapazitäten im Netz in Zusammenwirken mit dem guten Flächenangebot und der Ansiedlung großer Logistikunternehmen schaffe Chancen für die Konsolidierung größerer schienenaffinen Frachtmengen. Die 2. Fachtagung Schienengüterverkehr Mitteldeutschland wird vorausssichtlich im Oktober 2007 stattfinden. Die 1. Fachtagung ist ab sofort auf CD-Rom erhältlich. Die CD ist ab sofort bei mir für 10 € zuzüglich Portkosten gegen Vorauszahlung erhältlich. Die Bestellung ist schriftlich, per e-mail, per Fax oder telefonisch möglich. Ralf Jentges Tel: 034461/54149 |